Wir gehen in dieser Seminarreise dort hin zurück, wo unsere Altvorderen Zeit erforscht haben: nach Goseck, nach Nebra und nach Pömmelte. An diesen Orten erstellten sie Laboratorien, die es Ihnen ermöglichte, Zeit zu erfassen, Zeit zu beschreiben, Zeit zu erfühlen und auch Zeit zu nutzen.

Die Magie der Zeit
Der Lauf der Zeit war für diese Menschen noch durch und durch magisch! Sie entwickelten Feste und Rituale, um die Zeit und um die Veränderungen, die sie z.B. in den unterschiedlichen Jahreszeiten mitbrachte, zu würdigen. Sie waren ihren Einflüssen und Herausforderungen unmittelbar ausgeliefert. Sie lauschten still und wachsam der Zeit und entdeckten dabei die Ewigkeit.

Keiner Zeit mehr
Heute füllen wir die Zeit mit Tätigkeiten, Routinen und Ungeduld. Wir glauben heute, sie beherrschen zu können und haben den Kontakt zu ihr verloren. Wir haben keine Zeit mehr! Wir haben Angst vor dem, was passiert, wenn die Zeit still steht und rennen deswegen vor ihr weg. Wir versuchen sogar "die Zeit tot zu schlagen"  und uns "die Zeit zu vertreiben". Wir verbrauchen sie häufig bei Instagram & Co und verachten die Langen Weilen als nutzlos und uneffektiv. Die tiefe Verbundenheit zu dem, was morgen und übermorgen auch noch wertvoll ist und vielleicht auch noch in aller Ewigkeit gilt, ist verloren gegangen. 

Das Silicon Valley der Steinzeit
Unsere Ahnen haben über Jahrhunderte und Jahrtausende geforscht und mit der Zeit gelebt - überall entstanden im Neolithikum Einrichtungen und Forschungszentren. Das bekannteste ist sicher Stonehenge in Südengland. Aber auch direkt hier vor Ort wurden Forschungszentren in den sich dafür eignenden Regionen erstellt - den Silicon Valleys der Steinzeit. Im Süden Sachsen-Anhalts, in der Saale-Unstrut-Region finden wir so eine Region. In zwei großen Kreisanlagen von Pömmelte und Goseck wurde damalige Fundamentalforschung betrieben.

Mit der Himmelsscheibe von Nebra wurden die Ergebnisse dieser Forschung in Form und Ausdruck gebracht. Mit ihr kam der Himmel auf die Erde - der Mensch lernte, die Zeit in die Hand zu nehmen und bekam dadurch mehr und mehr Kontrolle über sie. 

Vielleicht war es so, das die Menschen eines Stammes damals glaubten,  die Zeit retten und vor der zunehmenden Kontrolle des Menschen schützen zu müssen - vor Machtstrukturen und sich anbahnenden gesellschaftlichen Veränderungen!? So vergruben sie die Himmelsscheibe von Nebra und vergruben damit auch die Magie der Zeit und die Lebenskraft, die nur im direkten und unmittelbaren Kontakt mit ihr entsteht!?

Zeitenwende
Wir leben wieder einmal in einer Zeitenwende. Es ist an der Zeit, wieder einmal die Kontrolle über sie loszulassen! Zeit lässt sich nicht wirklich kontrollieren, lässt sich nicht zwingen und beherrschen. "Alles hat seine Zeit ...": Der Sprössling eines Apfelbaumes wächst nicht schneller, wenn wir an ihm ziehen, weil wir schneller sein Obst essen wollen. Es hat Folgen, wenn Menschen versuchen aus dem Winter einen Sommer zu machen und deswegen im Flieger über Weihnachten nach Südafrika fliegen. Michael Ende hat es in "Momo" so wunderbar auf den Punkt gebracht: "Zeit ist Leben" heißt es dort. "Und das Leben wohnt im Herzen."

Zeitforscher werden...
Wir wollen an diesen vier Tagen wieder zu "Zeitforschern" werden. Wir wollen versuchen, wieder in den direkten und unmittelbaren Kontakt mit der Zeit zu kommen. Zu wem hat meine Lebenszeit mich gemacht, oder besser: Was habe ich mit meiner Lebenszeit gemacht. Sich diese Frage zu stellen, bedeutet Bilanz zu ziehen. Auf welchem Fundament stehe ich? An welchen Stellen ist es stabil, tragend und fest? Wo ist es trocken und bröselig, instabil und vielleicht schon mehr sandiger Staub?  Was bleibt mir noch zu tun in meiner Lebenszeit? Welche Visionen wollen von mir noch realisiert werden? Wo sind sie geblieben, die erfüllten Zeiten voller Verbundenheit? Wie schaue ich auf das Ende der Zeiten?

Wir werden zu den Plätzen unseren Ahnen gehen und direkt dort, wo sie geforscht und die Lebenszeit gefeiert haben, uns selbst und unsere vergangene, gegenwärtige und die uns gegebene zukünftige Zeit erforschen. Wir werden die Zeit verlangsamen und nehmen uns Zeit zum Innehalten und ihren Spuren in uns Aufmerksamkeit schenken. Meditationen, Rituale, Atmen, Tanzen und Gesprächskreise - vor Ort und im Seminarhaus- stellen Verbindung her: zu meinem eigenen Selbst, zum Gegenüber und zu den Ahnen.

Eindrücke

Lass dich inspirieren...

Sonnenobservatorium Goseck
Das Sonnenobversatorium in Goseck
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Termin
24. -27. Juni 2024
(Beginn  Mo.15:30 Uhr / Ende Do. ca. 14 Uhr)

Seminarhaus
Evangelisches Bildungshaus Schönburg   mehr erfahren 

Preis
398,-€ incl. Besuch der
...Arche Nebra...

Übernachtung:
(bitte nicht über das Seminarhaus buchen,
sondern direkt bei mir)

EZ  59,-€ pro Tag
DZ  45,-€ pro Tag und Person

Verpflegung:
(bitte nicht über das Seminarhaus buchen,
sondern direkt bei mir)

55,-€ pro Tag (Früh, Mittag/Lunchpaket, Abend)

Gerne auch anrufen und Fragen schnell klären:
0172 56 12 795

 

Fragen / Anmeldung